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Faszination Schokolade

Schokolade – der Stoff, der süße Träume wahr werden lässt. Schokolade ist in all ihren Facetten einfach unwiderstehlich. Gesund soll sie sein und sogar glücklich machen. Aber was ist dran an den Legenden rund um das braune Gold? Um dies beantworten zu können, muss man sich dem Thema Schokolade grundsätzlich widmen.

Kakao ist nicht gleich Kakao

Das Herz der Schokolade ist der Kakao, genau genommen die Kakaobohne. Sie befindet sich im Innern der Frucht des Kakaobaumes. Ob eine Kakaobohne gut ist oder nicht, ist dabei in erster Linie genetisch bedingt. So werden gute Kakaos aus den Bohnen der Edelkakaosorten gewonnen. Daneben existieren auch Kakaosorten, die geschmacklich weniger Potenzial haben und daher als Massenkakao bezeichnet werden. Eine große Rolle bei der Qualität spielt aber auch die sorgfältige Ernte, die weitere Verarbeitung und schließlich der Transport der Bohnen. Letzten Endes kommt es aber auf das Know-how des Confiseurs an, um aus guten Kakaobohnen eine wirklich gute Schokolade herzustellen. So hat beispielsweise eine extra lange Conchierzeit einen großen Einfluss auf den zarten Schmelz einer Schokolade. 

Zu Zeiten der Maya galt die Kakaopflanze als ein heiliges und göttliches Geschenk.
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Xocalatl – der heilige Trunk der Maya und Azteken

Die Heimat des Kakaos liegt im Amazonasgebiet. Die tropische und empfindliche Kakaopflanze wächst besonders gut im feucht-heißen Klima des Regenwaldes rund um den Äquator. Nach heutigem Wissenstand stammt die Kakaopflanze ursprünglich aus Südamerika, kultiviert und angebaut wurde sie allerdings in Mittelamerika, im heutigen Mexiko, Guatemala und Honduras. Archäologische Funde belegen eine Nutzung der Kakaopflanze bereits vor rund 3000 Jahren. Seit dem 14. Jahrhundert kannten die mittelamerikanischen Hochkulturen der Azteken und Maya die Frucht des Kakaobaumes. Sie galt ihnen als heilig und wurde als Geschenk des Gottes Quetzalcoatl verehrt. Die aus der Frucht gewonnenen Bohnen wurden dabei nicht nur als göttliche Opfergabe verwendet, sondern sogar als Zahlungsmittel. Die Maya im südlichen Mexiko bereiteten aus den mit kaltem Wasser vermischten Kakaobohnen ein bitteres, mit Cayennepfeffer angereichertes Getränk. Die Azteken übernahmen diese Tradition der Maya und gaben dem scharf gewürzten Getränk den Namen „Xocolatl”. Aus dem aztekischen Begriff für das erste kakaohaltige Getränk entstand das Wort „Schokolade”.  

Vom Getränk zur Tafel

Christoph Kolumbus war um 1500 der erste Europäer, der mit Kakao in Kontakt kam. Er konnte zu dieser Zeit allerdings nichts damit anfangen. Das Getränk war ganz und gar nicht nach seinem Gusto. Er empfand es als zu scharf und zu bitter. Als die spanischen Conquistadores unter Hernán Cortés Anfang des 16. Jahrhunderts die Azteken unterwarfen, entdeckten auch sie das „braune Gold“ und brachten den Kakao nach Europa. Am Anfang noch skeptisch aufgenommen wurde erst durch die Zugabe von Rohrzucker, Vanille und Honig daraus ein Getränk, das sich wachsender Beliebtheit erfreute. Als nunmehr süßes Getränk wurde Schokolade in der Mitte des 17. Jahrhunderts insbesondere am spanischen Hof immer beliebter. Ein Jahrhundert später eröffneten erste Schokoladencafés in London. In Dresden wurde 1823 der Grundstein für die erste Schokoladenfabrik gelegt, in der in der Folge auch die erste Milchschokolade hergestellt wurde. Ein englisches Unternehmen war es schließlich, dass 1848 mittels neuer Walzverfahren erstmals essbare Schokolade in fester Form auf den Markt brachte, die man bis dato nur trinken konnte. Die Schokoladentafel war geboren.

Mit unserer Schokolade erfahren Sie den wirklichen Genuss, echtes Wohlbefinden und Entspannung.
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Rückbesinnung auf Qualität 

Bis weit ins 19. Jahrhundert blieb Schokolade den Adeligen und Reichen vorbehalten. Mit zunehmender Industrialisierung entstanden zahlreiche Schokoladenfabriken. Maschinell hergestellt wurde die Schokolade somit auch für weitere Bevölkerungsschichten erschwinglich. In heutiger Zeit ist Schokolade für viele Menschen die liebste Süßigkeit. Die Deutschen sind mit über 11 kg jährlichem Pro-Kopf-Konsum europaweit sogar Spitzenreiter noch vor dem Schoko-Ländle Schweiz. In vielen Supermärkten wird die süße Versuchung hierzulande bereits für wenige Cent angeboten. Wirklich gute Qualität und außergewöhnliche Geschmackswelten kann man dabei allerdings nicht erwarten. So hat in den letzten Jahren vielerorts ein Umdenken stattgefunden, indem immer mehr Menschen auf einen gesteigerten Wert auf eine hohe Schokoladen-Qualität legen. Klar ist, dass erst ausgewogene Rezepturen, handverlesene Rohstoffe und ein hohes fachliches Können Schokolade zu einer hochwertigen Spezialität werden lassen.

Schokolade – gesünder als man denkt

Aber wie gesund ist Schokolade denn nun wirklich? Vor einigen Jahren war sie noch als ungesunder Dickmacher verschrien. In einer Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung wurde jedoch vor wenigen Jahren bestätigt, dass Schokolade das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen spürbar senken kann. Weitere positive Effekte soll es auch dank der Stoffe Polyphenole und Bioflavonoide für das Gedächtnis und die Psyche geben. Wichtig für die gesundheitsfördernde Wirkung soll laut Ernährungswissenschaftlern dabei ein möglichst hoher Kakaoanteil sein. Darüber hinaus enthält Schokolade Tryptophan, eine Vorstufe aus des Wohlfühlhormons Serotonin. Wohlgemerkt handelt es hierbei stets um Studien und entscheidend ist zudem die verzehrte Menge. Tatsache ist allerdings: Wer „seine“ Schokoladen-Sorte wirklich genießt, fühlt echtes Wohlbefinden und Entspannung. Erwiesenermaßen. Dies kann jeder Schokoladenliebhaber, jede Naschkatze bestätigen.